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Das Rätsel der Jupiter-Ringe scheint gelöst |
Seit der Entdeckung der Jupiter-Ringe durch Voyager I im Jahr 1979 haben sich Planetologen über deren Ursprung den Kopf zerbrochen. Die Staubpartikel der Ringe müßten sich laufend ergänzen; die Frage war nur woher?US-Wissenschafter haben nun das Rätsel gelöst: Die Ringe des Jupiter bestehen aus Staub der entsteht, wenn Meteoriten auf einer der vier innersten Jupitermonde (Metis, Adrastea, Amalthea und Thebe) aufschlagen. Die Bilder der Raumsonde Galileo zeigen, daß der "Main" Ring sich genau entlang des Orbits von Adrastea ausdehnt, während der äußerste Jupiterring aus zwei ineinander verschlungenen Ringen besteht, den sogenannten "Gossamer" Ringen (die aufgrund ihrer Transparenz so genannt werden). Deren Entstehung geht auf die beiden äußeren Monde Amalthea und Thebe zurück. Halo, der vierte und innerste Ring besitzt eine wolkenähnliche Struktur.
Wissenschafter der Cornell Universität sind der Ansicht, daß große Mengen von Mikro-Meteoriten mit einer Geschwindigkeit von 30 km/sek auf die Oberfläche dieser kleinen Monde aufschlagen. Die Staubpartikel werden in die Höhe geschleudert und formen sich zu Ringen. Im Laufe der Zeit wandern sie in einer langsamen Spirale in Richtung des Jupiter und versinken in den oberen Schichten der Jupiteratmosphäre. Da ständig großer Nachschub vorhanden ist, bleiben die Ringe relativ stabil.
Planetologen wissen nun, wie sich Jupiters Ringsystem immer wieder ergänzt. Der Staub stammt von den innersten Monden Jupiters, deren Orbit in engem Zusammenhang mit den Grenzen der jeweiligen Ringe steht, wie in dieser künstlerischen Darstellung gezeigt wird. Obwohl es so aussieht, als wenn Adrastea und Metis den gleichen Orbit hätten, so täuscht dies. Adrastea ist um rund 1000 km weiter entfernt vom Jupiter entfernt als Metis. ![]()
Weitere Informationen:
SP
www.astronomynow.com/breaking/980915juprings/index.html news.bbc.co.uk/hi/english/sci/tech/newsid_172000/172602.stmHOME