Vom Einschlag auf dem Mond 1953, konnte Impakt-Krater identifiziert werden

Im Jahr 1956 berichtete der Amateur-Astronom Leon H. Stuart im Journal Strolling Astronomer, dass er vor einigen Jahren ein Aufleuchten am Mond beobachtet hätte; und er konnte seine Beobachtung mit einem Photo belegen. (Beobachtet wurden solche Blitze ja schon öfter, aber noch nie wurden Aufnahmen davon gemacht).
Damit war der erste eindeutige Beweis für den Aufprall eines größeren Objektes auf der Mondoberfläche erbracht. Gefunden wurde allerdings in all den Jahren kein frischer Krater im Aufschlagsgebiet.

Ein Mosaikbild, zusammengestellt aus multispektralen
           Aufnahmen der Raumsonde Clementine.

Ein Mosaikbild, zusammengestellt aus multispektralen Aufnahmen der Raumsonde Clementine. Der vielversprechende "Krater-Kandidat" besteht aus frischem, blauen Material, dass noch nicht durch Weltraumstrahlung verändert wurde und ist von einem hellen Strahlensystem umgeben. Beide Details weisen auf sein jugendliches Alter hin.

Nun glauben die Astronomen Bonnie Buratti vom JPL und Lane Johnson vom Pomona College in Claremont/Kalifornien diesen Krater gefunden zu haben. Sie studierten die hochaufgelösten Bilder, welche die amerikanische Raumsonde Clementine im Jahr 1994 von der Mondoberfläche gemacht hatte und entdeckten an der von Stuart beschriebenen Stelle einen 1,5 km großen Krater mit frischem Auswurfmaterial. Die Spektralanalysen des Kraters ergaben, dass er aus frischem, blauen Material besteht, dass noch nicht durch Weltraumstrahlung verändert wurde.

Buratti und Johnson schätzen die Impaktenergie auf 0,5 Megatonnen und die Größe des Einschlagskörpers auf 40 Meter. Impakte dieser Größenordnung ereignen sich etwa alle 10 bis 50 Jahre. Von der Erde aus ist dieser Krater nicht beobachtbar; dazu ist er leider zu klein.

21. Dezember 2002/SP

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