Cassini besuchte Dione

        Am 11. Oktober 2005 flog die Raumsonde Cassini nahe am 1126 Kilometer großen Saturnmond Dione vorbei. Die geringste Entfernung zur Oberfläche des Mondes betrug 500 Kilometer. Die Linien unterschiedlicher Färbung markieren die Auflösung, mit der die einzelnen Regionen fotografiert worden sind.



        Blau: 2 km pro Pixel; Hellgelb: 1 km pro Pixel; Dunkelgelb: 700 m pro Pixel; Rot: 400 m pro Pixel; Violett: 200 m pro Pixel

        Nahaufnahme von Dione

        Einer dieser Nahaufnahmen zeigt ein Terrain mit Namen Linea Padua, welches sich innerhalb eines 60 Kilometer großen Kraters befindet. Der westliche Rand des Kraters verläuft von Mitte links nach oben rechts. Der Zentralberg des Kraters ist unten rechts zu sehen.

        Mehrfache Frakturen kann man erkennen sowie zahlreiche schmale, annähernd parallel verlaufende Rillen die sich über das Terrain dahin schlängeln. Diese Rillen werden von hellen, großen Gebieten unterbrochen. Ferner scheint es Frakturen jüngeren Datums zu geben, da in manchen Kraterböden keine Ablagerungen durch Hangabrutschungen zu sehen sind. Eine solche Fraktur verläuft z. B. von der Mitte des Bildes nach rechts oben.

        Die meisten Krater haben einen hellen Wall und dunkle Ablagerungen auf dem Kraterboden. Es sieht so aus, als ob auf Dione durch „Erdrutsche“ reineres Eis zum Vorschein käme als dies bei anderen Saturnmonden der Fall ist.

        Die Aufnahme ist zentriert auf 11º südlicher Breite und 238º westlicher Länge.
        Das "Clear Filter" Bild wurde mit der Schmalwinkelkamera aus einer Distanz von 4 486 km aufgenommen. Die Auflösung beträgt 23 Meter pro Pixel.



        18. Oktober 2005/SP


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