Die Aufnahmen für dieses Bild wurden am 31. März 2005 aus einer Entfernung zwischen 146 000 und 130 000 km gemacht und zwar bei einem Phasenwinkel von 57° zwischen Sonne-Titan-Raumsonde. Die Auflösung beträgt pro 8 km pro Pixel Frühere Beobachtungen haben gezeigt, dass die dicke, dunstige Titanatmosphäre nur eine geringe Bildauflösung zulässt, die um einiges gröber ist als die Auflösung des hier gezeigten Bildes.
Dieses Bild ist ein Komposit aus vier nahezu identischen Aufnahmen die von Cassinis Weitwinkelkamera gemacht wurden. Alle vier Bilder wurden mit einem Infrarotfilter aufgenommen der auf 939 Nanometer sensibilisiert war. Die einzelnen Aufnahmen wurden aufsummiert und kontrastverstärkt und zwar dergestalt, dass die Oberflächenmerkmale hervorgehoben und die Helligkeitsunterschiede verstärkt wurden.
Teile dieses Gebietes wurden schon im Oktober 2004 und im Februar 2005 durch Radarabtastungen untersucht. Bei geringer Auflösung gibt es einerseits Ähnlichkeiten zwischen den Aufnahmen im Nahen Infrarot und den Radarabtastungen, andererseits aber auch deutliche Differenzen.
Zum Beispiel identifizierte das Radarteam auf einer früheren Aufnahme am Boden des rund 80 Kilometer großen Kraters ein relativ helles etwa 2,2 Zentimeter breites Areal. Auf dem hier gezeigten Bild das aus Aufnahmen im Nahen Infrarot zusammengestellt wurde, scheint das gleiche Areal um einiges dunkler zu sein. Diese Helligkeitsdifferenz ist nicht zu übersehen und könnte darauf hinweisen, dass Titans Oberflächenmaterial sehr unterschiedlich ist oder dass große Unebenheiten bestehen.
Solche Vergleiche sind genau so informativ wie Beobachtungen mit dem Mapping-Spektrometer im Visuellen und im Infraroten Spektralbereich, wenn sie zur gleichen Zeit mit der optischen Kamera gemacht werden. Eine Arbeitsweise die dazu beitragen soll, die Natur von Titans Oberflächenmaterial besser zu verstehen.
8. April 2005/SP