Der neue Ring steht in Wechselwirkung mit den Umlaufbahnen von Janus und Epimetheus und ist auf dieser Aufnahme als lichtschwaches
helles Band zu erkennen. (Gekennzeichnet mit einem Kreuz)
Die Aufnahmen die zur Entdeckung führten, wurden während der längsten "Sonnenfinsternis" in der vierjährigen Erforschung des Saturns durch die Raumsonde Cassini gewonnen. Saturn wanderte direkt vor der Sonnenscheibe vorbei und Cassini befand sich im Schatten des Planeten, während die Ringe von rückwärts angestrahlt wurden. Normalerweise dauert eine Bedeckung nur etwa eine Stunde, aber dieses Mal war es ein 12-Stunden-Marathon.
Die Bedeckung der Sonne durch Saturn ermöglichte es, auch mikroskopisch kleine Partikel die sonst unsichtbar sind, mit den Kameras festzuhalten. Dadurch sah Cassini das ganze innere Saturnsystem in einem neuen Licht.
Der neue Saturnring ist dünn und lichtschwach. Er befindet sich außerhalb des hellen Hauptrings und innerhalb der G und E-Ringe. Er steht in Verbindung mit den Umlaufbahnen von Janus und Epimetheus und Forscher vermuten, dass Meteoritimpakte auf Janus und Epimetheus Oberflächenpartikel in den Raum schleuderten und dann in eine Saturnumlaufbahn gezwungen wurden.
Von Saturns ausgedehntem diffusen E-Ring, dem äußersten Ring des Saturns, wurde bis dato nur immer ein kleiner Teil abgebildet. Der 12-Stunden-Marathon ermöglichte es den Forschern, die ganze Struktur des E-Rings auf einmal zu sehen. Den Mond Enceladus kann man auf seinem Weg durch den E-Ring erkennen, wo er zarte Strukturen im Ring hinterlässt. Diese bestehen aller Wahrscheinlichkeit nach aus kleinen Eispartikeln, die von Geysiren auf Enceladus`Südpol rausgeschleudert wurden und im E-Ring landeten.
Sowohl die Entdeckung eines neuen Rings als auch neuer Strukturen ist völlig überraschend und zeigt, wie Monde ihre nähere Umgebung durch Freisetzen von Eispartikeln mitgestalten können.
Zarte längliche Strukuren aus hellen eisigen Partikeln die vom aktiven Monde Enceladus ausgehen, reichen tausende von Kilometern weit in den Raum.
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