Nah-Aufnahme von Saturns F-Ring, der vermutlich ungewöhnlichste und
dynamischeste Ring im Sonnensystem ist. Seine Strukturen verändern sich fortwährend
in Zeitskalen von Stunden bis Jahren. Für den deutlich sichtbaren Jet ist vermutlich der etwa 5 km große Mond S/2004 S 6 verantwortlich, während die "Fans" von max. 1 km großen Satelliten nahe dem Zentrum des F-Ringes stammen.
Für die Forscher ist Saturns F-Ring schon seit langem von Interesse, weil sich Veränderungen in diesem Ring auf Zeitskalen von Stunden bis Jahren ereignen. Es ist dies wahrscheinlich der einzige Ort im Sonnensystem wo sich Kollisionen in größerem Maßstab auf nahezu täglicher Basis ereignen. Diese Prozesse zu ergründen hilft den Wissenschaftern, die frühen Phasen der Planetenentstehung zu verstehen.
Das Team verwendete die gesammelten Bilder der NASA-ESA-Cassini-Huygens Mission. Aufnahmen welche Cassini in den Jahren 2006 und 2007 machte, zeigen die Entstehung und Entwicklung einer Reihe von Strukturen (so genannter Jets). Diese sind das Ergebnis von Zusammenstößen zwischen räumlich nahen Mini-Monden mit dem Kern des F-Ringes.
Ein von Cassini im Jahr 2004 entdecktes 5 km großes Objekt mit der Bezeichnung S/2004 S 6 ist der wahrscheinliche Verursacher für den großen Jet, der auf dem Bild zu sehen ist.
Aufgrund der bisherigen Untersuchungen über die Vorkommnisse im F-Ring kamen die Forscher zu dem Schluss, dass entweder ein weiterer Mond mit einem Radius von 100 km präsent sein müßte um die Streuung der Teilchen im Ring zu erklären oder ein viel kleinerer Mond kollidiert mit den vorhandenen Ringteilchen. Aufgrund der derzeitigen Ergebnisse ist die wahrscheinlichste Erklärung ein Mini-Mond, von dem die Forscher sogar die Identität zu kennen glauben.
Der F-Ring und alle sich in dessen Nähe befindlichen Objekte werden kontinuierlich durch Begegnungen mit dem Schäferhund-Mond Prometheues gestört. So kann die gravitative Signatur vorhandener Objekte erkannt werden, auch wenn die Objekte selbst nicht gesehen werden können.
Die Cassini-Aufnahmen zeigen auch neue, fächerförmige Strukturen, sogenannte "Fans", das sind gravitative Auswirkungen kleiner, max.1 km großer Satelliten die nahe dem Zentrum des F-Ringes ihre Umlaufbahn haben.
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