Der von den Astronomen Michael Montgomery, Kurtis Williams und Steven DeCennaro
entdeckte erste "Pulsating Carbon White Dwarf" ist auf diesem Foto deutlich zu erkennen.
Die
Astronomen entdeckten, dass das Objekt mit der Bezeichnung SDSS
J142625+575218,3 einer neuen Klasse von Sternen angehört. Nach
mehr als 25 Jahren wurde somit eine neue Klasse von Weissen
Zwergsternen entdeckt.
Ein
Weisser Zwergstern ist der übriggebliebene Rest eines
sonnenähnlichen Sterns, der in seinem Inneren seine Kernenergie
verbraucht hat. Es ist ein kleiner Stern von etwa Erdgröße,
in dem etwa eine Sonnenmasse enthalten ist. Sterne bis zu 1,4
Sonnenmassen verwandeln sich am Ende ihrer Entwicklung in ein solches
Objekt. Die Materiedichte in diesem Stern beträgt etwa 103
bis 106 g/cm³. Die Oberflächentemperaturen
liegen bei etwa 10 000 K und darüber, so dass diese Sterne weiss
erscheinen.
Bis
vor kurzem waren zwei Hauptgruppen von Weissen Zwergsternen bekannt.
Die äußere Schicht der einen Gruppe besteht überwiegend
aus Wasserstoff. Zu dieser Gruppe gehören rund 80 % aller
Weissen Zwerge. Zur kleineren Gruppe, die nur einen Anteil von etwa
20 % hat, gehören Weisse Zwerge deren äußere Schicht
aus Helium besteht. Vermutlich wurden bei solchen Weissen Zwergen
auch die Wasserstoffhüllen weggeblasen.
Im
vergangenen Jahr haben die Astronomen Patrick Dufour und James
Liebert von der Universität von Arizona die Entdeckung einer
dritten, allerdings sehr raren, Gruppe von Weissen Zwergsternen
vorausgesagt: Weisse Zwerge, bei denen sowohl ihre Wasserstoff- als
auch ihre Heliumhüllen weggeblasen wurden und ihre äußeren
Schichten überwiegend aus Kohlenstoff bestehen. Astronomen
vermuten, dass solche Objekt die massivsten aller Weißen
Zwergsterne wären und dass deren Massen nur ein wenig zu gering
waren um ihre Leben als Supernova-Explosionen zu beenden.
Nachdem
die Entdeckung dieses „Pulsating Carbon White Dwarf“
bekannt gegeben wurde hat Montgomery die Vermutung geäußert,
dass Pulsationen in solchen Sternen möglich sind. Pulsierenden
Sternen wird von Astronomen großes Interesse entgegen gebracht,
da Veränderungen in ihrer Lichtkurve Aussagen über ihn
Inneres geben können. So wie Geologen aus seismischen Wellen,
die durch Erdbeben hervorgerufen werden, auf das Innere der Erde
schließen können.
So
begann Montgomery und Williams` Team eine systematische Studie über
„Carbon White Dwarfs“ mit dem Otto-Struve-Teleskop am
McDonald Observatorium und machten sich auf die Suche nach Pulsaren.
Und tatsächlich entdeckte DeGennario einen Stern in 800
Lichtjahren Entfernung mit der Bezeichnung SDSS J142625+575218,3
der diese Eigenschaften hat. Seine Helligkeit variiert um nahezu 2 %
alle acht Minuten.
Die Grafik zeigt die Veränderungen in der Lichtkurve von
SDSS J142625+575218,3, dem erstentdeckten "Pulsating Carbon White Dwarf".
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