Jupiter wird in den kommenden Wochen besonders hell strahlen. Diese Aufnahme stammt vom 9. Mai 2010. Die bräunlichen Wolkenbänder am südlichen Äquatorband waren da schon hinter weissen Ammoniak-Wolken versteckt.
Da die Bahnen
der Planeten keine perfekten Kreise sondern Ellipsen sind, ist ihre
Entfernung von der Sonne nicht konstant. Im Perihel nähert sich
Uranus der Sonne auf 2,750 x 109 km (18,7 AE) und entfernt
sich im Aphel auf 3,016 x 109 km (19,8AE). Die kleinste
Entfernung der Erde von der Sonne ist 147,1 x 106 und die
größte Entfernung der Erde ist 152,1 x 106.
Wenn nun bei einer Oppositionsstellung von Planeten (hier Jupiter und Erde) Jupiter sich nahe seiner Perihelstellung und die Erde sich nahe ihrer Aphelstellung befindet, dann kommt es zu einer relativ engen Begegnung dieser Planeten. Im Zeitraum von 1963 bis 2022 gibt es keine größte Annäherung von Jupiter als die im Jahr 2010. Die zweitbeste Annäherung war im August 2009. Da war Jupiter um rund 11,3 Mio km weiter entfernt und um 8 Prozent lichtschwächer als jetzt.
Darüber hinaus ist Jupiter durch das Verschwinden von bräunlichen Wolkenbändern vor fast einem Jahr um etwa 4% heller geworden als sonst üblich, da sich das südliche Äquatorband des Riesenplaneten hinter leuchtend weissen Ammoniak-Wolken versteckte, die das Sonnenlicht stärker reflektieren.
Uranus` Treffen mit Jupiter
Die Oppositionsschleifen von Jupiter und Uranus verlaufen parallel zueinander, so dass die beiden Planeten enge Begegnungen haben bzw hatten. Im gesamten Juli waren Jupiter und Uranus nahe beieinander und im September wieder. Am 21. September kommen die beiden Riesenplaneten fast zeitgleich im Sternbild Fische in Opposition zur Sonne. Am 22.um 21 Uhr MESZ zieht Jupiter im Abstand von nur 0,9 Grad an Uranus vorbei, sodass Uranus ganz besonders leicht aufzufinden ist.
Und am 23. September um 13 Uhr MESZ gesellt sich noch der volle Mond
hinzu. Der Mond zieht 7,1° nördlich von Jupiter und 6,3°
nördlich von Uranus vorbei.
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