Historische Information
Die Planung des Sternwartengebäudes lag in den Händen des Architekten
und k. k. Baurates Franz v. Neumann jun., die Baudurchführung besorgte der
damalige und letzte Bürgermeister Ottakrings vor der Eingemeindung nach
Wien (1893), Anton Zagorsky.
Neumann ist bei der Planung der Sternwarte sicher von der zehn Jahre zuvor
entstandenen Universitäts-Sternwarte beeinflußt worden. Neben der
Backsteinbauweise, die allerdings bei Nutzbauten des Historismus häufig
angewendet wurde, übernahm er auch den kreuzförmigen Grundriß,
der eine günstige Kombination von Wohn- und Verwaltungstrakten mit dem
zentral gelegenen Observatorium ermöglicht. Im Sommer 1884 erfolgte die Grundsteinlegung, im Sommer 1886 war der Bau
fertiggestellt.
Architektonische Information
Das kreuzförmige Hauptgebäude hat ein Ausmaß von 25 x 19
Metern. Im Schnittpunkt der Kreuzbalken sitzt ein gemauerter Pfeiler, der etwa
in der Höhe des dritten Stockwerks den Refraktor trägt. Westlich davon
ist der Meridiankreis im ersten Stock untergebracht, im Norden, ebenfalls im ersten
Stock, der Vertikalkreis, der jedoch erst später montiert wurde. Beide
Instrumente ruhen ebenfalls auf eigenen Fundamenten, die nirgends mit dem Gebäude
verbunden sind.
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