Diese vier Hubble-Fotos von Ceres wurden in einem Zeitraum von 2 Stunden und 20 Minuten aufgenommen. Dieser Zeitraum entspricht etwa einem Viertel einer kompletten Rotation. Auf allen vier Bildern ist ein weißer Fleck auf der sonst dunklen Oberfläche zu sehen, der den Forschern noch Rätsel aufgibt. Die Aufnahmen wurden im sichtbaren und im ultravioletten Licht gemacht. Zur besseren Erkennbarkeit von Oberflächenmerkmalen wurde der Kontrast verstärkt.
Bildquelle: NASA, ESA, J. Parker (Southwest Research Institute), P. Thomas (Cornell University), and L. McFadden (University of Maryland, College Park)
Durch die Observierung des Asteroiden über einen kompletten "Ceres-Tag", der 9,078 Stunden beträgt, konnten die Astronomen feststellen, dass Ceres eine nahezu runde Gestalt hat. Diese Erkenntnis und aktuellere spektroskopische Messungen deuten darauf hin, dass Ceres kein homogener Körper ist, wie dies bisher vielfach angenommen wurde, sondern eine Differenzierung durchgemacht hat wie ein großer Planet.
Da der Asteroid nur eine mittlere Dichte von 2,7 g/cm³ hat, besteht der Mantel vermutlich aus Eis, der von einer dünnen äußeren Kruste umgeben ist. Da die Oberfläche nur sehr wenig von dem auftreffenden Sonnenlicht reflektiert, also sehr dunkel ist, besteht sie aller Wahrscheinlichkeit nach aus kohlenstoffhältigem Material und Lehm. Und im Zentrum könnte sich ein Gesteinskern befinden.
Eine grafische Darstellung vom inneren Aufbau des Asteroiden Ceres. Über einem Gesteinskern liegt ein Mantel aus Wassereis, der von einer dünnen, dunklen und staubigen Kruste umgeben ist.
Bildquelle: NASA, ESA, and A. Feild (STScI)
Ceres ist mit einem Durchmesser von rund 930 km der weitaus größte Asteroid im Asteroidengürtel. Und er ist der aller erste Asteroid der entdeckt wurde; und zwar 1801 von Giuseppe Piazzi, dem Direktor des Observatoriums von Palermo.
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Obwohl Ceres unter den Hauptgürtelasteroiden der größte ist, wirkt er neben dem Planeten Mars winzig. Von den Asteroiden ist nur Vesta im Größenvergleich richtig dargestellt. Gaspra, Eros und Ida sind nur winzige Punkte die der besseren Sichtbarkeit wegen vergrößert dargestellt wurden.
Bildquelle: NASA, ESA, and A. Feild (STScI)
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