Ein Team von der Universität in Boulder/Colerado entdeckte einen Gürtel von Kleinstmonden
in Saturns äußerstem Ring, dem A-Ring. (Äußeres violettes Band im oberen Bild)
Die Monde im Gürtel wurden durch Gravitations-Turbulenzen entdeckt, die 15 bis 30 km
lange Spuren im Ring verursachen. (Kästchen im unteren Bild).
Die Aufnahme stammt von der Schmalwinkelkamera an Bord der Raumsonde Cassini.
Ein schmaler Gürtel aus kleinen Monden wurde im äußersten Saturnring, dem A-Ring, entdeckt.
Diese Mini-Monde sind in etwa so groß wie ein Fußballstadion und entstanden vermutlich durch die
Zertrümmerung eines größeren Mondes durch einen vagabundierenden Asteroiden oder Kometen.
Mit Hilfe der Kamera an Bord der Raumsonde Cassini wurde eine Serie von 8 kleinen Monden
fotografiert. Das Team um Sremcevic von der Cornell Universität vermutet, dass es in diesem
relativ schmalen Streifen tausende von Mini-Monden gibt. Mit einer Breite von 3000 Kilometern
macht dieser Gürtel aus Kleinstmonden weniger als 1/80stel des gesamten Ringsystems aus, das
einen Durchmesser von rund 250 000 Kilometern hat.
Die Entdeckung unterstützt die Theorie, dass die Saturnringe zunächst in einer
Art "Kollisions-Kaskade" entstanden sind, welche durch einen größeren Mond ausgelöst wurde.
Die Möndchen in dem kürzlich entdeckten Gürtel entstanden vermutlich hunderte Millionen Jahre
nach der Entstehung der Saturnringe.
Es scheint wenig wahrscheinlich, dass die Möndchen die Reste einer einzigen Katastrophe sind, weil
in diesem Fall eine gleichmäßige Verteilung entstanden wäre. Es sei denn, dass dieser Kleinstmond-Gürtel
kompatibel ist mit einem jüngeren Objekt in der Umlaufbahn des A-Rings.
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