Auf dem Bild ist der Roboterarm des Marslanders Phönix zu sehen, wie er die erste Probe
des aufgenommenen Materials zur Mikroskop-Station befördert.
Einige Tage ist die vom Roboterarm aufgeschaufelte Probe auf dem Filter gelegen, konnte aber den Weg ins Innere des Analyseofens nicht schaffen, da das Material zu klumpig war. Dann haben NASA-Wissenschafter mehrere Male einen Vibrator eingeschaltet um die Probe zu zerkleinern, was beim siebenten Versuch am Mittwoch letzter Woche endlich gelang. Ein Infrarot-Teststrahl bestätigte, dass endlich Material vom Marsboden durch den Einlassfilter des Geräts gelangte und nun analysiert werden kann.
Insgesamt ein Löffel voll Material soll jetzt übers Wochenende in einem der Öfen "gebacken" und untersucht werden. Der Ofen arbeitet einwandfrei und erfüllt ganz die Erwartungen, sagt Bill Boynton von der Universität in Arizona, der das Instrument Thermal- und Evolved-Gas-Analyzer (TEGA) leitet.
Phönix hat acht separte kleine Öfen in denen Proben erhitzt und beschnüffelt werden können; vor allem wird nach flüchtigen Bestandteilen wie z. B. Wasser gesucht. Gebacken wird in drei verschiedenen Temperaturbereichen.
Am 12. Juni (Sol 18) grub sich der Roboterarm des Landers tiefer in die beiden Gräben, die informell "Dodo" und "Goldilocks" genannt werden. Dies führte zu einem großen Graben, der nun "Dodo-Goldilocks" genannt wird. Um mehr über das weisse Material zu erfahren, haben die Forscher weiterhin im Dodo-Goldilocks-Graben gebuddelt. Wenn das Material Eis ist, sollte es sich im Lauf der Zeit verändern. Bei tieferen Temperaturen würde es die Form verändern, während bei Erwärmung es langsam sublimieren würde.
Der Dodo-Goldilocks-Graben ist 22 cm breit, 35 cm lang und an seiner tiefsten Stelle 7 bis 8 cm tief. Die tiefste Stelle ist dem Lander am nächsten. Das weisse Material liegt nur im seichtesten Teil des Grabens, der aber vom Lander am weitesten entfernt ist und wo daher bis jetzt noch nicht so viel gegraben wurde.
Die farbcodierte Höhenkarte zeigt den "Dodo-Goldilocks-Graben".
Das Gelände hat eine Neigung von 14 Grad.
Das höchste Terrain (rötlich) liegt 20 cm über dem tiefsten Terrain.
| Sitemap |
Verein Kuffner-Sternwarte |
Suche |